Über uns

LIDO steht für unsere Vison von einem guten Leben im Alter.

Die demografische Entwicklung rückt die Frage nach den Bedingungen für ein gutes Leben im Alter immer stärker ins kollektive Bewusstsein. Diese Bedingungen sind durch soziologische, gerontologische, ethische sowie gesundheitsfördernde und sozialrechtliche Expertisen umfassend gut belegt und beschrieben. Beispielhaft ist hier der gerechtigkeitsethische Ansatz von Martha Nussbaum1 mit ihrer Definition von Befähigungen, zu denen die Gesellschaft Menschen verhelfen sollte, um all ihren Mitgliedern ein würdiges Leben im Alter zu ermöglichen.  

LIDO steht für Lebensfreude, innovativ, digital, vor Ort.

In diesem Geiste ist die Initiative LIDO dem Leben in einer altersgerechten Stadt verpflichtet. Unter dem Motto Miteinander für mehr Lebensfreude im Alter sorgt LIDO mit Akteuren aus möglichst vielen Bereichen der Seniorenarbeit dafür, zielgruppengeeignete, verlässliche und nützliche Angebote und Informationen zusammenzuführen, um die Bedingungen für mehr Transparenz, Teilhabe und Lebensqualität zu verbessern. LIDO stärkt die digitale Befähigung der Akteure und fördert die strukturelle Entwicklung der Seniorenarbeit durch Vernetzung.

Die Aktivität unserer Initiative fokussiert auf die „Möglichkeiten „digital basierter Instrumente“, die es alten und älter werdenden Menschen erlaubt, möglichst lange – ohne oder eben auch mit anderen Arten von Unterstützung, einschließlich personeller Unterstützung – leben zu können, und das mit Lebensqualität.

Prof. Wolfgang von Renteln-Kruse, Kurator

Der Weg zu LIDO.

Ursprünglich folgten wir dem Gedanken, ein Zentrum für ältere Menschen im Stadtteil nach südkoreanischem Vorbild zu entwickeln. Doch ließ sich dieses Vorhaben mit den vorhandenen Konzepten und Angeboten für ältere Menschen in Hamburg vereinbaren? Dieser Frage gingen wir in einer studentischen Recherche nach mit dem Ergebnis: Nein, es braucht keinen neuen zentralen Ort – Hamburg hat breit gefächertes dezentral organisiertes Hilfsangebot für SeniorInnen.

Was wir dabei auch herausfanden, war, dass eben diese Vielfalt und lokale Strukturierung der Seniorenangebote und Anbieterlandschaft kaum noch sinnvoll darstellbar ist. Insbesondere für ältere Menschen fehlt es hier an Einfachheit und Übersichtlichkeit, aber auch für die Akteure, Hilfeanbieter und für kommunale Planer gibt es kein Instrument für eine umfassende Orientierung. Auch das Internet, Suchmaschinen wie Google und gängige Nachbarschaftsplattformen wie z.B. nebenan.de bieten hier keine echte Hilfe. Wenn der Internet-Informationsdschungel schon für sogenannte ‚digital natives‘ schwer zu durchdringen ist, wie sollen sich dann ältere Menschen mit weniger Erfahrung im Umgang mit dem Internet zurechtfinden?

So wurde aus der Idee eines physischen Ortes der Gedanke einer virtuellen Onlineplattform für SeniorInnen mit dem Namen „LIDO“ geboren. Mit LIDO sollte eine gemeinnützige Online-Plattform entwickelt werden, die es ermöglicht, die Vielzahl vorhandener Informationen, Veranstaltungen und Angebote für SeniorInnen und Angehörige in einer zentralen Übersicht auf Quartiersebene zur Verfügung zu stellen. Die Plattform sollte kostenlos ohne Registrierung von allen Interessierten genutzt werden können, die bezirkliche Sozialraumplanung unterstützen und die digitale Vernetzung der Akteure in der Seniorenarbeit fördern. Nach dem Motto „LIDO – Miteinander für mehr Lebensfreude vor Ort“ verfolgten wir die Absicht, möglichst viele Akteure in der Seniorenarbeit, institutionelle Stakeholder sowie kommunale und städtische Partner für das Vorhaben zu gewinnen und BetreiberpartnerInnen zu finden. Auch diesen ehrgeizigen Ansatz haben wir gestoppt, weil sowohl das Betreibermodell wie auch die technischen Anforderungen sich in der Komplexität nicht erfolgreich realisieren lassen.

Nachwievor steht LIDO für das Stiftungsziel, Angebote für mehr Lebensqualität im Alter zu entwickeln und vorhandene Anbieter zu fördern. In diesem Geiste werden wir neue Perspektiven mit unserem Netzwerk und Kooperationspartnern entwickeln.


1 Martha Nussbaum, Gerechtigkeit oder Das gute Leben, 1999 

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